Newsletter No 3 - von Glücksmomenten und klingender Lebensfreude
Es wird Herbst, Zeit sich zu erinnern. “Happy Happy Solomon” klingt weiter, hinterlässt hör- und sichtbare Spuren. Wir haben einen Film und können die besonderen Momente des Projekts Solomon von Neuem immer wieder erleben. Es war ein Riesenprojekt: intensive Proben bei extremen Sommertemperaturen, ausserordentlicher Einsatz von Chor und Orchester - viele Stunden Planung, Einsatz und Engagement für einen einzigen magischen Moment: das Konzert. Und dann, was bleibt? Ist dieser Aufwand nicht gar verschwenderisch und übertrieben? Nein, es sind die intensiven Momente, die unvergesslichen Erlebnisse und wunderbaren Erinnerungen, die uns mit Stolz, Glück und Dankbarkeit erfüllen. Unser Chorprojekt Solomon in der Französischen Kirche ist “verfilmt” – der gemeinsame Weg und die intensiven Momente sind festgehalten - viel Spass beim Schauen und Hören (siehe unten).
Nun blicken wir auch auf unser Konzerte Mitte November. Wir freuen uns auf zwei glorreiche Werke:
Messa di Gloria, Giacomo Puccini (1878 – 1880, Chor, Orchester)
Lasst euch vom ungestümen, blutjungen Giacomo Puccini mit seinen 20 Jahren verführen,
er hat ein Werk komponiert, das enorm viele Facetten in sich vereint.
Es war die Abschlussprüfung als Kirchenmusiker und seine einzige grosse Messe. Eindeutig ist die Handschrift seiner weltberühmten Opern, wie Tosca, La Bohème, Madame Butterfly darin bereits zu erkennen. Als Puccini die Messa di Gloria komponierte, war Verdi schon ein älterer Herr und die prägende Figur der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts. Puccini bewunderte ihn. Er entwickelt aber einen deutlich moderneren, stärker auf Orchesterfarbe ausgerichteten Stil. In diesem frühen Werk spürt man die Freude, etwas Neues auszuprobieren und einen neuen, eigenen Weg zu gehen. Lassen Sie sich anstecken von der wunderbaren Musik des jungen, übermütigen italienischen Romantikers.
Symphonie Nr 5 c-moll op.67, Ludwig van Beethoven (1803 – 1808, Orchester)
Beethovens Fünfte glänzt schon mit den beiden Eingangstakten – wohl keine andere Symphonie der Musikgeschichte kann von derart vielen Menschen unmittelbar erkannt und wiedergegeben werden. Beethoven soll gesagt haben «So pocht das Schicksal an die Pforte» - und alle hören seine Musik in sich, noch Jahrhunderte später. Ein unglaubliches Werk.